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Projekt eHaul

Projektpartner
PROJEKTPARTNER: TECHNISCHE UNIVERSITÄT BERLIN

Die Technische Universität Berlin als traditionsreiche und weltweit anerkannte Forschungsuniversität hat das Ziel, Wissenschaft und Technik zum Nutzen der Gesellschaft weiterzuentwickeln. Mit mehr als 35.000 Studierenden zählt sie zu den größten, technischen Hochschulen Deutschlands. Die Mitglieder der Universität sind dem Prinzip der nachhaltigen Entwicklung verpflichtet, das den Erfordernissen der Gegenwart gerecht wird und zugleich nicht zu Lasten zukünftiger Generationen geht. Das Projekt eHaul erforscht und entwickelt eine umsetzungsnahe und somit zeitnah verfügbare Technologie zur Elektrifizierung des LKW-Langstreckenverkehrs. Anspruch ist dabei, einen wichtigen Beitrag zur Energiewende im Verkehr und zur Erreichung der Klimaziele leisten.


Am Projekt eHaul ist die Universität mit den drei Fachgebieten Fahrerverhaltensbeobachtung für energetische Optimierung und Unfallvermeidung (FVB), Smart Mobility Systems (SMS) und Arbeitslehre/Technik und Partizipation (ARTE) beteiligt.


Das Fachgebiet FVB, welches die Konsortialführung im Projekt übernimmt, bringt dabei Erfahrungen aus Projekten im Bereich der Elektromobilität im Allgemeinen und dem nachhaltigen und wirtschaftlichen Einsatz elektrischer Nutzfahrzeuge im Speziellen ein. Besondere Kenntnisse bestehen bei der Entwicklung von Energieverbrauchsprognosealgorithmen, der TCO-Analyse von Nutzfahrzeugen, der Fahrtdatenanreicherung und der Entwicklung von Geschäftsmodellen. Weiterhin verfügt das Fachgebiet über Erfahrung in der Konsortialführung von Verbundprojekten und Projektleitung in der Automobilindustrie. Ergänzend bringt das Fachgebiet SMS Know-how zu den Themen Batteriesystemdesign für Elektrofahrzeuge und netzgebundene Anwendungen ein. Dazu zählen Arbeiten an neuartigen Architekturen von Batteriesystemen wie dem Hybrid-Energiespeicher für Elektrofahrzeuge, an netzgebundenen Speichern und vernetzten Topologien für die Energiespeicherung mit mehreren miteinander verbundenen DC-DC-Wandlern und Batterien. Weiterhin verfügt SMS über fundiertes Wissen in den Bereichen Batteriealterungsmodelle, Batteriekosten und Batterieladegeräte, die im Projekt zum Tragen kommen. Das Fachgebiet ARTE erforscht am Beispiel von Verkehr und Mobilität Infrastrukturen in ihrem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umfeld. Im Cluster Mobilitätsforschung untersucht es in (international) vergleichenden Fallstudien zur Geschichte und Zukunft von Mobilität und Verkehr, wie im Prinzip ähnliche Aufgaben ganz unterschiedlich definiert und gelöst worden sind und werden können. In anwendungsorientierten Projekten sucht es nach neuen Lösungen für die Befriedigung von Bedarfen, die sich im Wunsch nach (mehr) Mobilität ausdrücken. Dabei werden Methoden der Bürgerbeteiligung, der Szenarien- und Leitbildentwicklung, der Konstellationsanalyse und der historischen Vergleiche genutzt. ARTE ist Mitglied des Forschungscampus Mobility2Grid (M2G). Kerngedanke des Forschungscampus ist die Integration von gewerblichen und privaten elektrischen Fahrzeugen in dezentrale Energienetze.
Neben der Konsortialführung im Gesamtvorhaben übernimmt die Technische Universität die Leitung bei folgenden Arbeitspaketen:

  • Festlegung von Spezifikationen und Prozessabläufen
    In Zusammenarbeit mit allen Projektpartnern wurden zentrale Prozessabläufe, z.B. der Batterie-Wechselprozess definiert. Auf dieser Basis wurden Anforderungen / Spezifikationen z.B. für die Ladeinfrastruktur der Wechselstation oder für die Fahrzeuge festgelegt.
     

  • Realisierung Wechselsystem eLKW
    In Zusammenarbeit mit einem Auftragnehmer verantwortet die Universität die Entwicklung des fahrzeugseitigen Batteriewechselsystems.
     

  • Entwicklung und Beschaffung der Leistungselektronik
    Die Technische Universität Berlin hat anhand der festgelegten Spezifikationen ein Konzept der stationsseitigen, bidirektionalen Ladeinfrastruktur entworfen und auf dieser Basis eine Ausschreibung zur Gewinnung eines industriellen Auftragnehmers durchgeführt.
     

  • Versuchsplanung und -durchführung
    Es werden, in enger Zusammenarbeit mit der IBAR Systemtechnik GmbH sowie mit den Logistik-Partnern, die Erprobung von Fahrzeugen und Wechselstation ebenso wie der anschließende Praxisbetrieb geplant. Besonderer Fokus liegt außerdem auf der Erstellung von individuellen Reichweitenprognosen, die zur Absicherung der geplanten Szenarien dienen.
     

  • Stationsbetrieb
    Im Rahmen dieses Arbeitspaketes werden die geplanten Versuche durchgeführt und überwacht.
     

  • Auswertung, Analyse und Verwertung der Projektergebnisse
    Im Vordergrund steht hier die Entwicklung praxisfähiger Geschäftsmodelle inklusive der entsprechenden Vorarbeiten. Dazu zählen zum Beispiel TCO-Analysen, Vergleiche mit Alternativtechnologien und mit konventionellen Fahrzeugen, ökologische Analysen und Marktanalysen.


Für die Technische Universität Berlin stellen die Ausbildung von wissenschaftlichem Nachwuchs mit hoher Praxisrelevanz sowie die strategische Weiterentwicklung der Fachgebiete, wissenschaftliche Veröffentlichungen und die Generierung praxisnaher Themen für Abschlussarbeiten zentrale Verwertungsziele dar. Außerdem wird die Weiterentwicklung der Batteriewechseltechnologie über das Projektende von eHaul hinaus bis zur Marktreife angestrebt.

 


„Das eHaul-Projekt zeigt auf besondere Weise, dass universitäre Technologieforschung an einer nachhaltigen Vision für den Energie- und Verkehrssektor anwendungsnah gestaltet werden kann. Der Anspruch die zu entwickelnde Technologie bereits im Projektkontext in reale Logistikprozesse zu integrieren, stellt dabei eine große Herausforderung dar, die aber auch als unglaublicher Motivator für das gesamte Team wirkt und bereits jetzt über den Kreis der Projektpartner hinaus interessiert wahrgenommen wird“, fasst Projektleiter Jens-Olav Jerratsch Anspruch und Status des eHaul-Projekts zusammen.

PARTNER-HOMEPAGES
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  • TU Berlin, FG FVB

  • TU Berlin, FG ARTE

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